donnerstag der karwoche

Es gibt keinen Ausweg mehr. Die Vorbereitung auf das jüdische Pessachfest laufen auf Hochtouren. Jesus will und wird mit seinen Jüngern das Festmahl feiern, für das er in die Welt gekommen ist. Die Bestimmung Gottes wird durch menschliche Gegnerschaft nicht durchkreuzt werden.

Psalm: Ps 116,12–13.15–16.17–18


12 Wie kann ich dem Herrn vergelten all das Gute, das er mir erwiesen?

13 Den Becher des Heils will ich erheben. Ausrufen will ich den Namen des Herrn.

15 Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Frommen.

16 Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd!
Gelöst hast du meine Fesseln.

17 Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen, ausrufen will ich den Namen des Herrn.

18 Meine Gelübde will ich dem Herrn erfüllen in Gegenwart seines ganzen Volkes.


MITTWOCH DER KARWOCHE

In der Mitte der Woche zeichnet sich der bevorstehende Verrat bereits ab. Hat sich dies geändert? Die Situation gegenseitiger Interessen mündet allzu leicht in Situationen des Verrates. Es wird uns nicht leicht gemacht, den Spiess umzudrehen. Leider muss in vielen Situationen auch in unserem Leben eine Leidenszeit vorangehen, bis wieder Licht am Horizont zu sehen ist.

Tagesevangelium


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit
14ging einer der Zwölf  namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
15und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
16Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
17Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
18Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
20Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
21Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
22Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
23Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
24Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
25Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.

Psalm: Ps 69,8-9.10 u. 12.21b-22.31.33


8 Deinetwegen erleide ich Schmach, und Schande bedeckt mein Gesicht.

9 Entfremdet bin ich den eignen Brüdern, den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd.

10 Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt, die Schmähreden derer, die dich schmähen, haben mich getroffen.

12 Ich ging in Sack und Asche, doch sie riefen Spottverse hinter mir her.

21 Ganz krank bin ich vor Schmach; umsonst habe ich auf Mitleid gewartet,
auf einen Tröster, doch ich habe keinen gefunden.

22 Sie gaben mir Gift zu essen, für den Durst reichten sie mir Essig.

31 Ich will den Namen Gottes rühmen im Lied,
in meinem Danklied ihn preisen.

33 Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch; ihr, die ihr Gott sucht: Euer Herz lebe auf! 

DIENSTAG DER KARWOCHE

Im Rahmen einer feierlichen Messe (dieses Jahr leider nicht öffentlich, aber hier via Bildschirm mitzufeiern) werden in der Kathedrale St. Gallen die drei Heiligen Öle durch Bischof Markus geweiht. Sie werden im Verlauf des Jahres in allen Pfarreien des Bistums bei der Spendung von Sakramenten zur Anwendung kommen. Chrisam: Taufe und Firmung / Katechumenenöl: Vorbereitung zur    Taufe / Krankenöl: Krankensalbung

Tagesevangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit,

21als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten. 

22Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte. 

23Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte. 

24Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche. 

25Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es? 

26Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot. 

27Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald! 

28Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte. 

29Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben. 

30Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht. 

31Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht. 

32Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. 

33Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. 

36Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen. 

37Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben. 

38Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

Psalm: Ps 71,1-2.3.5-6.15.17


1 Herr, ich suche Zuflucht bei dir.
Lass mich doch niemals scheitern!

2 Reiss mich heraus und rette mich in deiner Gerechtigkeit, 
wende dein Ohr mir zu und hilf mir!

3 Sei mir ein sicherer Hort, zu dem ich allzeit kommen darf.
Du hast mir versprochen zu helfen, denn du bist mein Fels und meine Burg.

5 Herr, mein Gott, du bist ja meine Zuversicht, meine Hoffnung von Jugend auf.

6 Vom Mutterleib an stütze ich mich auf dich,
vom Mutterschoss an bist du mein Beschützer; dir gilt mein Lobpreis allezeit.

15 Mein Mund soll von deiner Gerechtigkeit künden
und von deinen Wohltaten sprechen den ganzen Tag; denn ich kann sie nicht zählen.

17 Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf,
und noch heute verkünde ich dein wunderbares Walten. 

MONTAG DER KARWOCHE

Montag – Beginn der Arbeitswoche! Nach Tagen der Ruhe geht es darum, wieder Neues in Angriff zu nehmen. Was erwartet uns? Gehen wir positiv in eine neue Woche? Mit der Spannung zwischen Triumph und Leidensgeschichte von Palmsonntag stehen Christinnen und Christen vor Tagen, die sich auf Freitag hin zuspitzen, um sich an Ostern wieder lösen zu können. Wir kennen das Gefühl, zwischen Freude und Trauer hin und hergerissen zu sein.


TAGESEVANGELIUM

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

1Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. 

2Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. 

3Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. 

4Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: 

5Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben? 

6Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte. 

7Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue. 

8Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. 

9Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. 

10Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten, 

11weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.

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Psalm: Ps 27,1.2.3.13


1 Der Herr ist mein Licht und mein Heil vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens.

2 Dringen Frevler auf mich ein, um mich zu verschlingen,
meine Bedränger und Feinde, sie müssen straucheln und fallen.

3 Mag ein Heer mich belagern: Mein Herz wird nicht verzagen.
Mag Krieg gegen mich toben: Ich bleibe dennoch voll Zuversicht.

13 Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn im Lande der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark! Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!