karfreitag

Die Lage spitzt sich zu für Jesus. Seine Anhänger werden immer leiser, seine Gegner fordern Gerechtigkeit und werden immer lauter.
Da ist einer, der sich der Gotteslästerung schuldig gemacht hat. Da ist einer, der die ganze jüdische Gesellschaft durcheinanderbringt. Er muss verurteilt werden! Das Recht muss siegen! 

DIE GROSSEN FÜRBITTEN

Der Karfreitag, als Tag des Gedenkens an das Sterben Jesu, ist auch der
Tag, an dem wir unsere grossen Fürbitten vor Gott bringen. In der Not
und Sorge, die der Tag für Jesus mitgebracht hat, sind unsere Fürbitten
speziell aufgehoben. Vieles gibt es, das uns zurzeit beschäftigt. Vieles
gibt es daher, dass wir ausgesprochen oder still zum Kreuz Jesu bringen.
Fürbitte ist eine Form der Mitteilung an Gott, was uns beschäftigt. >>

KREUZWEG

Weil wir alle mehrheitlich zu Hause sind, können wir die Karwoche nicht
in der Kirche mit den Menschen feiern. Dieser Kreuzweg lädt Sie ein, zu
Hause mit vertrauten Gegenständen das Geschehen am Karfreitag
mitzufeiern. Die einzelnen Stationen sind mit Gegenständen aus Ihrem Haushalt gestaltet. >>

"Als Jesus die Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte,
sagte er zur Mutter: Frau, siehe, dein Sohn!27E Dann sagte er zu dem Jünger:
Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich."

KARFREITAG

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JESUS VOR PILATUS

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EIN PAAR SCHRITTE MIT JESUS AUF DEM KREUZWEG

Jesus aber bleibt ruhig, wehrt sich nicht und geht den letzten Weg nach der Verurteilung zum Kreuz. 
Warum wehrt er sich nicht, warum zeigt er sich nicht als König, der über alle Gesetze und Hohepriester bestimmen kann? Oder als Gottes Sohn, der sogar Herr über Leben und Tod ist? Warum lässt er das Ganze geschehen? «Du hast keine Macht über mich!», so entgegnet Jesus Pilatus. 
Seine Aussage zeigt, dass Jesus nicht vor hat, sich zu wehren, aber auch, dass ein anderer über ihn bestimmt, der nicht von dieser Welt ist.
Karfreitag, ein Tag, der alles umwirft, ein Tag, an dem alles stillsteht, ein Tag, an dem die Menschen ihren Gefühlen nicht ausweichen können. Angst, Not, Trauer, Einsamkeit, Unverständnis und immer wieder Schmerzen lassen Menschen diesen schwarzen Tag durchleben. Indem wir den Weg am Karfreitag mit Jesus gehen, können wir den Gefühlen von damals nicht ausweichen. Auch heute gibt es Tage, an denen ich Karfreitag habe – das kann an jedem Tag sein. Auch heute gibt es Tage, an denen die Welt für mich stillsteht. Ich erfahre von einer schweren Krankheit, ich bekomme die Kündigung meiner Arbeitsstelle, mein Partner*in möchte sich scheiden lassen, ein Virus legt alles lahm...
Und dann ist da einer, der mich versteht, der das alles schon erlebt hat, der mich kennt und der mich genau in dieser schweren Situation nicht allein lässt.
Jesus ist in dieser Karfreitagsstunde ganz bei uns, er versteht uns, er bleibt bei uns.

Meditation in ökumenischer Verbundenheit:

so viel Leid 
Schmerz, Ausgrenzung, Verspottung, Einsamkeit
ich will es nicht sehen
noch mehr Leid
Unsicherheit, Angst, Streit, Gewalt
ich ertrage es nicht, hinzusehen
Leiden, Tod 
sind zu nah, ich möchte die Augen schliessen
das Kreuz Jesu – Folterinstrument – steht für all dieses Leid 
damit wir hinsehen, auch wenn es schwer ist
auch heute 
das Kreuz Jesu – Lebensbaum – steht für die Hoffnung
damit wir auf Jesus sehen, auf sein Leben und seine Liebe
darauf, was er weitergegeben hat, auch wenn er starb
auch heute
sehen wir auch zu denen, die ohnmächtig am Kreuz stehen
die solidarisch die Trauer und die Angst miteinander teilen
die klagen und einander beistehen
die, die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Liebe bleibt und trägt
sie leben Jesu Botschaft auch in dunklen Zeiten weiter
damit wir sehen, auch im grössten Leiden
Gott ist da

Gebet:

Mein Gott.
Am heutigen Tag höre ich vom Leiden deines Sohnes.
Es schmerzt und ist kaum auszuhalten. 
Du kennst meinen Schmerz, du bist da. 
Deine Nähe tröstet mich. 
Ich danke dir für deine Liebe und für die Hoffnung.
Amen.