PSALM 1

EINHEITSÜBERSETZUNG 

Selig der Mann, der nicht nach dem Rat der Frevler geht, nicht auf dem Weg der Sünder steht, nicht im Kreis der Spötter sitzt, sondern sein Gefallen hat an der Weisung des HERRN, bei Tag und bei Nacht über seine Weisung nachsinnt. 

Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Bächen voll Wasser, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken. Alles, was er tut, es wird ihm gelingen. 

Nicht so die Frevler: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. 

Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 

Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, der Weg der Frevler aber verliert sich.

GEDANKEN

In der Fastenzeit besinnen wir uns aufs Wesentliche. Fragen: Was trägt mein Leben? Was fördert meine Lebensqualität? Was hilft mir, das wirkliche Leben zu wählen? Psalmen können uns dabei helfen. Im Psalm 1 wird uns das Bild des Baumes vorgestellt. Ein Baum, der an einem Bach gepflanzt ist. Ein Baum, der auch in schweren Zeiten nicht verdorrt und Leben hat. Ein Baum, der jedes Jahr seine Früchte bringt. Ein Mensch, der nicht jeden Trend mitmacht, ein Mensch, der nicht nach dem Maul der Leute redet, ist wie ein Mensch, der zu neuen Quellen findet. Ein Mensch, der die Vielredner meidet, die alles immer besser wissen, der wird Leben finden. Nicht so die Frevler, die Vergeblichen, sie werden vom Winde verweht. Wer nur redet, was andere gerne hören, wer nur redet, was cool und trendy ist, deren Worte werden sich bald als leer, fad und sinnlos herausstellen. Vielleicht hat jeder von uns einen Teil Frevler, einen Teil «vergeblich» in uns. Stärken wir unsere Wurzeln des Glaubens, damit wir wie ein Baum sind, der Frucht bringt. e