Priesterweihe Frater Kiran, Pallottiner

Was haben wir uns gefreut!
Ja, auf so vieles in den letzten Wochen haben wir uns gefreut. Was haben wir uns auf diese inzwischen so seltene Feier der Priesterweihe gefreut. Nun heisst es erst erneut: Warten!
Geduld haben. Acht geben aufeinander.
„Berühre mich!“
So titelte das Tagblatt in einem Artikel vor nicht allzu langer Zeit. Wir spüren in diesen Tagen und Wochen, wie uns Berührun-gen und analoge Nähe fehlen. Berühre mich! Auch die Priesterweihe kommt nicht ohne Berührungen aus, will sie auch nicht.
In der Apostelgeschichte 8,14-17 lesen wir:

„Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, dass sie den Heiligen Geist empfingen. Denn er war noch auf keinen von ihnen herabgekommen; sie waren nur getauft auf den Namen Jesu, des Herrn. Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.“

Die Handauflegung, die Berührung, ist in der Liturgie der Priesterweihe ein sehr dichter, ein sehr emotionaler Moment.
Der Kandidat kniet vor dem Bischof, als Zeichen der Verpflichtung. Dieser legt ihm die Hände auf den Kopf, danach tun es ihm die anwesenden Priester gleich. In Stille, ohne Worte, einer nach dem anderen. Ein ganz besonderer Moment. Für beide: Den Berührenden und den Berührten.

Berühre mich!
Das könnte auch das flehende Gebet eines Priesters sein. Berühre mich, Gott! Lass mich spüren, dass ich das Richtige tue, dass ich auf dem rechten Weg bin. Berühre mich und schenke mir Kraft in der Nachfolge und meinem Dienst an und für den Menschen dieser Tage.
Lassen wir uns immer wieder berühren, von so vielem, was in diesen Wochen geschieht: An Schönem, an Bereicherndem, an Verstörendem, an Beängstigendem, an Zuversichtlichem, an…


Gebet um Berufungen:

Himmlischer Vater,
als dein Sohn Jesus Christus von den 
Toten auferstand, gab er den Seinen
den Auftrag: „Geht und macht alle Völker
zu meinen Jüngerinnen und Jüngern.“ 
Durch unsere Taufe haben wir Anteil an 
dieser Sendung.
Schenke uns besonders in dieser Zeit
die Gaben des Heiligen Geistes, damit
wir mutig und entschlossen, kreativ
und authentisch die Botschaft der Liebe
bezeugen.
Hilf uns so, die heilvolle
Barmherzigkeit Jesu allen Menschen 
erfahrbar zu machen.
Erwecke unter uns auch Berufungen 
zum Dienst in der Kirche. Darum bitten
wir durch ihn, der in der Einheit des
Heiligen Geistes mit dir lebt und 
herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

nach Papst Franziskus (Information Kirchliche Berufung)