Gedanken zur nachösterlichen Zeit


Am 12. April feierten wir Ostern, Jesus ist nicht im Dunkel des Todes geblieben. 
Der Stein verschliesst das Grab nicht mehr. 
Die Osterfreude ist etwas so Grosses, dass wir es nicht nur am Oster-sonntag feiern. 
Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi die ganze Osterzeit. 
40 Tage dauerte die Vorbereitungszeit vor Ostern. Diese 40 Tage Fastenzeit und diese Corona-Zeit konfrontieren uns mit unserer Vergäng-lichkeit, mit unserer Schuld und dem Tod. 
40 Tage feiern wir Ostern bis Christi Himmelfahrt und am 50zigsten Tag wird die Osterzeit mit dem Pfingstfest vollendet. Die Osterzeit sagt uns, dass aus dem Dunkel Licht werden kann. Dieses Licht der Auferstehung kann auch unser Leben erhellen. Hindernisse können überwunden wer-den. Der Stein ist vom Grab weggerollt.

In der Bibel können wir nachlesen, dass Jesus, als der Auferstandene, seinen Jünger*innen bis zu seiner Aufnahme in den Himmel an Christi Himmelfahrt immer wieder erscheint. Auch bei den Freund*innen von Jesus wächst der Glaube und die Freude der Auferstehung langsam. So ist es gut, immer wieder nachzudenken, zu beten, in den biblischen Tex-ten zu lesen und uns mit der christlichen Botschaft vertraut zu machen. Die Dynamik des Osterglaubens kann viel Licht in unser Leben bringen. Von der Freude und der Kraft der Auferstehung wollen wir uns anstecken lassen. 
Manchmal sind wir in unserer Alltags-Welt gefangen. Wir meinen, dass wir nicht vorwärtskommen. Immer der gleiche Trott. Immer die gleichen Probleme. Manche Schwierigkeiten sind wie Steine, die auf unserem Weg liegen. Wenn wir beten und Gottesdienst feiern, können wir unsere mühsame Alltags-Welt mit allen Lasten und Steinen, die wir zu tragen haben, zu Christus, dem Auferstandenen bringen. Er wartet auf uns. Mit dem Osterglauben können wir hemmende „Alltags-Steine“ überwinden und neues Leben kann in uns wachsen. 
Wir Christ*innen sind in der Spannung zwischen den Problemen und der Erfolglosigkeit unseres Alltages - und der grossen christlichen Hoffnung. Christus hat das grösste Dunkel unseres menschlichen Lebens durch-schritten und schenkt uns sein Licht. Mit seinem Wort und seiner Ge-genwart möchte Christus uns stärken und ermutigen. Nicht nur am Os-tersonntag, sondern in der ganzen Osterzeit und an jedem Sonntag.


Gebet: 

Gott, du schenkst uns neuen Aufbruch.
Die Natur grünt, alles blüht,
wir hören den Vogelgesang.
In deiner wunderbaren Schöpfung lässt du uns erkennen,
dass du da bist,
dass du den Tod besiegt hast.
Bleib bei uns und segne und beschütze uns 
und alle Menschen, die uns am Herzen liegen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen. Halleluja!

Elisabeth Fritzl, Graz