FIRMUNG

90 Jugendliche sind in unseren fünf Pfarreien seit dem letzten Sommer auf dem Firmweg. An zahlreichen Gruppenabenden, in Gottesdiensten, Firmweekends und Pfarreieinsätzen haben sich die Firmanden*innen mit ihrem Glauben und der Frage nach Gott beschäftigt. Die Firmwege hätten mit der feierlichen Firmung am Wochenende vom 16./17. Mai durch Ge-neralvikar Guido Scherrer ihren Abschluss gefunden.

Das Wort „firmare“ kommt aus dem Lateinischen und steht für „bekräftigen, stärken“. Das Sakrament der Firmung will Menschen auf ihrem Glaubensweg stärken. Es ist ein bestätigendes, freiwilliges „Ja“ zur Taufe und zum Glauben. Ordentlicher Firmspender ist der Diö-zesanbischof, sein Stellvertreter oder ein beauftragter Priester. In der Firmung wird den Firmanden*innen die Hand aufgelegt und ihre Stirn mit Chrisam (Öl) gesalbt. Die Handauflegung ist seit frühchristlicher Zeit ein Zeichen der Geistverleihung. Die Salbung mit Chrisam als Zeichen des Bundes mit Christus erinnert an die Taufe. In der Frühzeit des Chris-tentums waren Taufe und Firmung zusammen mit der Eucharistie in ei-nem einheitlichen Ritus miteinander verbunden.
Der Apostel Paulus bezeichnet den Heiligen Geist als “Siegel“ der Christ*innen: „…durch ihn habt ihr das Siegel des verheissenen Heiligen Geistes empfangen, als ihr den Glauben annahmt“ (Eph 1,13). Dieses Siegel tragen gefirmte Menschen unauslöschlich in sich, wenn sie es in der Firmung empfangen haben.
Bischof Ivo Fürer entschied im April 2003 im Bistum St.Gallen, das Sakrament der Firmung in Zukunft im Erwachsenenalter zu spenden.

Gebet für die Firmanden*innen:

Gott, wir bitten dich für unsere diesjährigen Firmjugendlichen.
Schenke ihnen deinen Heiligen Geist,
damit alle guten Anlagen in ihnen entfaltet werden,
damit sie wachsen können im Glauben an dich,
in der Hoffnung auf eine gute Zukunft.
Hilf ihnen, andere froh zu machen
in der Familie, in der Schule und in ihrem Freundeskreis.
Hilf ihnen, jugendliche Begeisterung in die Kirche zu tragen
und ihre Fähigkeiten zum Guten zu gebrauchen.
Guter Gott, gib ihnen Lebensmut, Lebensfreude und innere Kraft,
die Schwierigkeiten und die Enttäuschungen des Lebens zu ertragen.
Sei ihnen gerade in solchen Zeiten ein treuer Begleiter!
Stärke alle, die sie auf ihrem Weg begleiten.
Mach unsere Pfarreien zu Orten des Glauben und der Begeisterung für dich, dass sie für junge Menschen ansteckend wirken und glaubwürdig sind, so wie es Jesus Christus war und heute noch ist. Amen.

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