Christi Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern feiern Christ*innen Himmelfahrt. 40 Tage lang ist Jesus immer wieder seinen Jünger*innen erschienen und hat vom Reich Gottes erzählt. So berichtet die Apostelgeschichte (Apg 1,3). Die eigentliche Himmelfahrt wird in der Bibel in verschiedenen Büchern erwähnt. Die bekannteste Schriftstelle findet sich in der Apostelgeschichte (Apg 1,9): „Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ 

Im Lukasevangelium steht (Lk 24,51): „Und es geschah, während er sie segnete, verliess er sie und wurde zum Himmel emporgehoben.“  Ebenfalls wird die Himmelfahrt Jesu bei Mt 26,64; Joh 14,1-3; Eph 4,8-10; 1 Thess 1,10 und Hebr 4,14 erwähnt oder angedeutet. 

 

 Was verstehen wir eigentlich unter der Himmelfahrt von Jesus? Die Himmelfahrt macht deutlich, dass Jesus nicht mehr hier auf Erden, sondern zu seinem himmlischen Vater aufgefahren ist. Dies bezeugen wir beim Beten des Glaubensbekenntnisses: „… aufgefahren in den Himmel. Dort sitzt er zu Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ 

 

Früher wurden an manchen Orten noch Christusstatuen in der Kirche an Stricken und mit sehr viel Weihrauch unter das Kirchendach aufgezogen, um die Himmelfahrt bildlich darzustellen. Von derartigen Aktionen hat man mittlerweile Abstand genommen. Auch wenn viele Künstler*innen die Himmelfahrt sehr bildlich darstellen, also Jesus der in den Himmel emporsteigt und von Gott Vater erwartet wird, ist dies aus theologischer Sicht nicht ganz richtig. Jesus thront jetzt nicht irgendwo über den Wolken. Die Himmelfahrt sagt aus, dass Jesus zu seinem Vater zurückgekehrt und ihm gleichgeworden ist. Himmel soll nicht als ein Ort verstanden werden. Er ist überall dort, wo Gottes Wille geschieht. Somit hat Jesus uns nicht einfach hier auf Erden zurückgelassen. Er lebt und wirkt als göttlicher Geist weiterhin unter uns. Durch die Himmelfahrt hat Jesus irdische Schranken von Zeit und Raum überwunden und wirkt überall in unsrer Welt. 

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Gebet

Himmlischer Vater, mit der Aufnahme von Jesus in deine Herrlichkeit, hast du eine Verbindung zwischen Himmel und Erde geschaffen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass durch diese Verbindung ein festes Band entstanden ist, welches uns in diesen Tagen und Wochen Hoffnung und Zuversicht schenkt. Wir wissen uns mit dir verbunden. Lass uns deine Nähe spüren und öffne unsere Herzen, damit dein Heiliger Geist in der Welt wirkt. Öffne unsere Augen und Ohren, damit wir sehen und hören, was unsere Mitmenschen brauchen. Schenke uns Kraft einander beizustehen, zu helfen und zu unterstützen. Mit deiner Hilfe können wir mit gelebter Nächstenliebe, Solidarität und Fürsorge deine Herrlichkeit mitten unter uns sichtbar werden lassen .So vertrauen wir auf dich, der du lebst und mit uns verbunden bist, in alle Ewigkeit. Amen.